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FI 119/21-1
Peru
Abgeschlossen am 25. Januar 2022

Minderjährige Geflüchtete erhalten regulären Status

AI-Index: AMR 46/5182/2022

4.244 minderjährige Asylsuchende in Peru sind nicht länger in Gefahr. Die peruanischen Behörden informierten Amnesty International am 17. Dezember darüber, dass ihnen der Einwanderungsstatus aus humanitären Gründen gewährt wurde. Diese Massnahme beendete den zuvor willkürlichen Ausschluss der Kinder und Jugendlichen aus dieser Form der vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigung. Jetzt haben diese Minderjährigen Zugang zu Grundrechten wie Bildung und Gesundheit. Amnesty International wird die Entwicklung der Lage weiter beobachten.

Verschiedene Organisationen hatten im letzten Jahr kritisiert, dass zwar Erwachsene seit Juni 2021 in Peru den Einwanderungsstatus aus humanitären Gründen erhalten konnten, Minderjährige jedoch nicht. Diese Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen gefährdete Tausende von ihnen, da sie ohne die entsprechenden Dokumente keinen Zugang zu grundlegenden Menschenrechten wie Gesundheit und Bildung hatten.

Mitglieder und Unterstützer*innen von Amnesty International weltweit wurden in den Sozialen Medien aktiv und schickten Briefe an den peruanischen Aussenminister Oscar Maúrtua De Romaña. Darin forderten sie die peruanische Regierung auf, den asylsuchenden Kindern und Jugendlichen bis zur endgültigen Entscheidung ihres Asylantrags den Einwanderungsstatus aus humanitären Gründen zu gewähren. Am 17. Dezember teilte das peruanische Aussenministerium Amnesty International mit, dass 4.244 Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Ministerialbeschlusses Nr. 0207-2021-RE dieser Status zuerkannt wurde.

Dieser Einwanderungsstatus (Calidad Migratoria Humanitaria) ist ein vom Aussenministerium auf der Grundlage humanitärer Kriterien gewährter befristeter Aufenthaltsstatus. Wer ihn hat, kann für die Dauer des Asylverfahrens eine Einwanderungskarte (Carné de Extranjería) beantragen. Zivilgesellschaftliche Organisationen hatten mindestens 20 Fälle von Kindern und Jugendlichen registriert, denen der oben genannte Einwanderungsstatus verweigert wurde, ohne dass es in den geltenden Vorschriften eine Be-gründung für eine solche Entscheidung gab.

Amnesty International wird weiterhin die Lage beobachten und sich für Kinder und Jugendliche einsetzen, die in Peru Asyl suchen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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