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Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2021 06 Lack of a second dose endangers over 1.4 million Second dose vaccines delivered for 1.4 million people
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Nepal / Grossbritannien →
Abgeschlossen am 8. Oktober 2021

Zweite Impfdosis für 1,4 Millionen Menschen geliefert

AI-Index: ASA 31/4852/2021

In Nepal herrschte eine gefährliche Impfstoffknappheit, wodurch mindestens 1,4 Millionen Menschen mehr als fünf Monate auf die zweite Impfdosis gegen Covid-19 warten mussten. Sie hatten zwischen dem 7. und 15. März 2021 die erste Dosis des Oxford/AstraZeneca-Impfstoffs erhalten. Nun konnten die benötigten Impfdosen dank einer weltweiten Mobilisierung nach Nepal geliefert werden. Japan hat 1,6 Millionen Impfdosen bereitgestellt, Bhutan 230.000 und Grossbritannien 130.000.

Inmitten der tödlichen zweiten Welle von Covid-19 gab es in Nepal Lieferengpässe von Impfstoffen gegen Covid-19. Deshalb mussten 1,4 Millionen Menschen mehr als fünf Monate auf ihre zweite Dosis des Impfstoffs von Oxford/AstraZeneca warten. Die meisten von ihnen sind älter als 65 Jahre und gehören Risikogruppen an. Nun hat Nepal endlich zusätzliche Impfstoffe von mehreren Ländern erhalten.

Durch die internationale Mobilisierung wurde Grossbritannien aufgefordert, Nepal dringend mit zusätzlichen Impfdosen zu versorgen. Der britische Staatsminister für Südasien und das Commonwealth, Lord Ahmad von Wimbledon, antwortete auf die Aufforderung. Er teilte Amnesty International mit, dass er den Mangel anerkenne und bekräftigte Grossbritanniens Unterstützung für Nepal.

Auch die internationale Gemeinschaft wurde angesprochen - insbesondere wohlhabendere Länder mit grossen Impfstoffvorräten. Denn wenn die gravierende Impflücke in Nepal nicht geschlossen wird und die Impfungen im aktuellen Tempo weitergehen, wird es mindestens zehn Jahre dauern, bis 70% der Bevölkerung geimpft sind.

Am 26. August lieferte die Regierung von Grossbritannien 130.000 Dosen des Impfstoffs von Oxford/AstraZeneca an Nepal. Die japanische Regierung hatte bereits etwas früher 1,6 Millionen Dosen gespendet und die Regierung von Bhutan stellte 230.000 Dosen im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Bhutan, Nepal und AstraZeneca zur Verfügung.

Es ist zwar eine Erleichterung, dass die benötigten Impfstoffe im August nach Nepal geliefert wurden, dennoch ist dieser Fall nur einer von vielen und Ausdruck eines übergreifenden Problems. Amnesty International setzt sich weiterhin für den gerechten Zugang zu Impfstoffen für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen ein und fordert, dass grosse Pharmaunternehmen Verantwortung übernehmen (s. https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/covid-19-impfstoffkrise-pharma-konzerne).

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich.

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