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Kolumbien
Abgeschlossen am 8. April 2021

Umweltschützer*innen erhalten mehr Schutz

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Im Februar nahmen die Drohungen gegen Luis Alberto González López massiv zu. Daraufhin forderte Amnesty International, gemeinsam mit anderen Organisationen, Schutzmassnahmen für ihn und weitere Mitglieder der Umweltschutzorganisation FEDEPESAN. Jetzt wurden die Behörden aktiv: Am 26. Februar informierte der Bürgermeister der Gemeinde Barrancabermeja die Nationale Schutzeinheit über das erhöhte Sicherheitsrisiko, dem der Umweltschützer ausgesetzt ist und erkannte dessen Rolle als Menschenrechtsverteidiger an. Daraufhin wurden die Schutzmassnahmen verstärkt.

Am 8. Februar hatten Unbekannte in der Nähe der Wohnung von Luis Alberto González López in Barrancabermeja Flugblätter mit Drohungen gegen den Umweltschützer verteilt. In dem Text wurde ihm eine Frist von 72 Stunden gesetzt, um die Region zu verlassen, ansonsten werde er zu einem militärischen Ziel erklärt. Luis González López ist der Vizepräsident von FEDEPESAN, einer Umweltschutzorganisation in der zentralkolumbianischen Region Magdalena Medio. Das Flugblatt war von der Guerillagruppe ELN unterzeichnet.

Die Mitglieder der Umweltschutzorganisation FEDEPESAN (Federación de Pescadores artesanales, ambientalistas, y turísticos del departamento de Santander), die sich für den Schutz der Wasserreserven und des Ökosystems in der Region Magdalena Medio einsetzt, sind in grosser Gefahr. Seit September 2020 haben bewaffnete Gruppierungen mindestens fünf Drohbriefe an Mitglieder von FEDEPESAN gesandt, darunter drei Morddrohungen. Luis Alberto González López musste seinen Wohnort nach einem Mordversuch verlassen.

Nach nationalem und internationalem Druck trafen sich nun VertreterInnen lokaler und nationaler Behörden mit FEDEPESAN und verstärkten die Schutzmassnahmen für Luis Alberto González López. Am 26. Februar informierte der Bürgermeister der Gemeinde Barrancabermeja die Nationale Schutzeinheit (Unidad Nacional de Protección, UNP) über das erhöhte Sicherheitsrisiko. Daraufhin verstärkte die UNP ihr Schutzprogramm: Seit 3. März steht Luis Alberto González López ein_e LeibwächterIn und ein Fahrzeug zur Verfügung. Am 12. März fand ein Treffen des Bürgermeisters von Barrancabermeja mit VertreterInnen von FEDEPESAN statt, um die Risikosituation zu besprechen. Ausserdem trafen sich VertreterInnen von FEDEPESAN Ende März mit dem Innenminister und weiteren StaatsvertreterInnen, um weitere institutionelle Unterstützung zu fordern.

Amnesty International wird die Sicherheitslage der indigenen Gemeinde weiterhin beobachten und im Falle neuer Zwischenfälle erneut aktiv werden.

Zurzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzwerkes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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