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Startseite Urgent Actions 2021 01 Lack of oxygen to treat patients in Manaus
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Brasilien
Abgeschlossen am 12. März 2021

COVID-19: Sauerstoffmangel zur Behandlung von Patientinnen und Patienten in Manaus

AI-Index: AMR 19/3539/2021

In der Stadt Manaus herrscht wegen der rasant steigenden Covid-19-Zahlen zurzeit eine Gesundheitskrise. Medizinisches Personal, Medien und Behörden warnen, dass es in Krankenhäusern an Sauerstoff zur Behandlung der PatientInnen fehlt. In angrenzenden Städten und Bundesstaaten könnte es zu einer ähnlichen Situation kommen. Nach einer ersten Sauerstofflieferung der Bundesregierung müssen die Bundesbehörden die Versorgung mit genügend Sauerstoff sowie anderer medizinischer Ausrüstung weiterhin sicherstellen. Nur so kann das Recht auf Gesundheit der BewohnerInnen von Manaus gewährleistet werden.

Die Situation in den Krankenhäusern von Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas, ist besorgniserregend. In der Stadt steigt die Zahl der Covid-19-Infektionen drastisch an, die Krankenhäuser sind voll ausgelastet und es gibt zu wenig Sauerstoff zur Behandlung von Covid-19-PatientInnen. Obwohl die Bundesregierung inzwischen Sauerstoffflaschen in die Stadt geliefert hat, kann die aktuelle Nachfrage damit bei Weitem nicht gedeckt werden. In anderen Städten und Bundesstaaten in nahegelegenen Regionen Brasiliens droht eine ähnliche Situation.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

In Manaus leben mehr als zwei Millionen Menschen. Die Stadt ist somit die siebtgrösste Brasiliens. Zurzeit ist die Metropole einer der grössten Covid-19-Hotspots weltweit: 1.500 Menschen sind zur Behandlung im Krankenhaus, Tausende weitere Menschen sind mit dem Virus infiziert. Durch die Rekordzahlen der stationären Behandlungen fehlt es in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen an Sauerstoff. Am 15. Januar 2021 meldeten internationale Medien, dass die brasilianische Luftwaffe notfallmässig Sauerstoffreserven nach Manaus einflöge. Aber auch mit dieser Notlieferung gibt es nicht ausreichend Sauerstoff, um die Krise in diesem Bereich bewältigen zu können. Der Bundesstaat Amazonas ist gezwungen, PatientInnen zur Behandlung in andere Bundesstaaten zu schicken. Die Friedhöfe sind voll und es wurden bereits die Betriebszeiten verlängert, damit die vielen Toten beerdigt werden können. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, hat die Regierung des Bundesstaates zwischen 7 Uhr abends und 6 Uhr morgens in Manaus eine Ausgangssperre verhängt. Seit dem Beginn der Pandemie sind im Bundesstaat Amazonas mindestens 6.000 Menschen gestorben, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Manaus.

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