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Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2020 10 #EndSARS: Investigate killings of protestors
UA 157/20
Nigeria
Aktiv seit 26. Oktober 2020 | Noch 23 Tage Laufzeit
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28.10.2020: Press release / petition to sign

See the press release issued, detailing a new timeline that investigates the Lekki Toll Gate shooting of #EndSars protesters in Lagos, Nigeria, last week. Please note the timeline also includes details of the Nigerian Army and Government’s responses.

There's also a petition up on amnesty.org that we encourage you to sign and circulate. Thank you.

26.10.2020: Suggested tweets, using the hashtag #EndSARS:


The President is on social media. Please tag him at:
@Mbuhari for Twitter
@MuhammaduBuhari for Facebook
Muhammadubuhari for Instagram

.@MBuhari must investigate the killing of #EndSARS protesters in #Nigeria. UA 157/20

.@MBuhari, stop @HQNigerianArmy and @PoliceNG from killing #EndSARS protesters. Protest is a human right. UA 157/20

.@MBuhari opening fire on peaceful #EndSARS protesters is a blatant violation of people’s rights to life UA 157/20

For years the Special Anti-Robbery Squad (SARS) has used torture and other ill-treatment to extort, punish and extract information from suspects, leaving a tragic trail of victims awaiting justice. #EndSARS UA 157/20

@MBuhari must ensure that there is real reform within @PoliceNG with emphasis on the Special Anti-Robbery Squad (SARS). #EndSARS UA 157/20

Reform within @PoliceNG must translate into ending torture, unlawful detention, extortion, extrajudicial execution and other human rights violations that SARS officers have been committing for years across Nigeria #EndSARS UA 157/20

Be sure to also tag @AmnestyNigeria in your tweets.

Thank you for your support!

#EndSARS: Tötungen von Demonstranten müssen untersucht werden

AI-Index: AFR 44/3254/2020

Seit dem 8. Oktober sind NigerianerInnen auf der Strasse und fordern friedlich ein Ende der Polizeigewalt, der aussergerichtlichen Hinrichtungen und der Erpressungen durch die Spezialeinheit der Polizei SARS. Dabei begegnen ihnen Polizei und Armee mit exzessiver Gewaltanwendung. Am 20. Oktober sollen mindestens zwölf friedlich Protestierende erschossen worden sein, als die Armee das Feuer auf Tausende Protestierende eröffnete, die im Rahmen der #EndSARS-Bewegung ein Ende der Polizeigewalt forderten.

Am 20. Oktober sollen Angehörige des nigerianischen Militärs und der Polizei zwischen 18.45 und 21 Uhr mindestens zwölf Protestierende getötet und mehrere verletzt haben, als sie in der Hauptstadt Lagos in den Stadtteilen Lekki und Alausa ohne Vorwarnung das Feuer auf Tausende Menschen eröffneten, die im Rahmen der #EndSARS-Bewegung friedlich eine gute Regierungsführung und ein Ende der Polizeigewalt forderten.

Seit dem 8. Oktober sind NigerianerInnen in 21 Bundesstaaten auf den Strassen der grösseren Städte und fordern ein Ende der Polizeigewalt, der aussergerichtlichen Hinrichtungen sowie der Erpressungen durch die Polizeieinheit SARS, einer Spezialtruppe, die Gewaltverbrechen bekämpfen soll. Die Demonstrationen, ausgelöst durch ein virales Video, auf dem zu sehen ist, wie ein SARS-Angehöriger am 3. Oktober einen jungen Mann erschiesst, haben sich zu landesweiten Protesten mit der Forderung nach einer Reform der Polizei entwickelt. Den Protestierenden wird dabei ständig mit exzessiver Gewalt begegnet: Die Sicherheitskräfte schiessen mit scharfer Munition, Wasserwerfer werden eingesetzt und Tränengaskanister in Menschenmengen geworfen, die Demonstrierenden werden geschlagen und festgenommen. Die Folge dieser Massnahmen sind Tote und Verletzte. Die unverhältnismässige Gewalt gegen friedliche Protestierende verstösst sowohl gegen die nigerianische Verfassung von 1999 [in geänderter Form] als auch gegen Internationale Standards, die das Recht auf Leben, Würde und friedliche Versammlung schützen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Amnesty International verfolgt die Entwicklungen in ganz Nigeria seit Beginn der #EndSARS-Proteste am 8. Oktober 2020. Mindestens 56 Menschen sollen seither im ganzen Land getötet worden sein, allein etwa 38 Personen am 20. Oktober. In vielen dieser Fälle hatten die Sicherheitskräfte exzessive Gewalt angewendet, um die Proteste zu unterbinden.

Als Reaktion auf die landesweiten Proteste hat der nigerianische Polizeipräsident am 11. Oktober die Spezialeinheit SARS (Special Anti-Robbery Squad) aufgelöst und die sofortige Verteilung der SARS-BeamtInnen auf andere Einheiten gefordert. Trotz dieser Erklärung und der immer brutaleren Unterdrückung der Demonstrationen setzen Tausende NigerianerInnen ihren Protest fort. Sie fordern die Freilassung aller festgenommenen Protestierenden, Gerechtigkeit für die Opfer der Polizeigewalt und eine angemessene Entschädigung für die Opfer und ihre Familien sowie die strafrechtliche Verfolgung der mutmasslich Verantwortlichen.

Im Laufe der letzten fünf Jahre hat die nigerianische Bundesregierung wiederholt versprochen, die Spezialeinheit SARS zu reformieren. Trotz dieser Reform- und Rechenschaftspflichtsversprechen für begangene Menschenrechtsverletzungen zeigt der aktuelle Bericht https://www.amnesty.org/en/documents/afr44/9505/2020/en/ Nigeria:Time to end impunity, torture and other violations by the special anti-robbery squad SARS von Amnesty International, dass Angehörige der SARS weiterhin straflos Menschenrechtsverletzungen begehen.

Empfohlene Aktionen

  • Schreiben Sie einen Appellbrief in Ihren eigenen Worten oder verwenden Sie den untenstehenden Modellbrief.
  • Bitte schreiben Sie vor dem 21. Dezember 2020.
  • Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch.
  • INFO COVID-19 und weltweite Briefzustellung:
    Der Versand von Briefen PRIORITY ist nach fast allen Ländern möglich. Bitte prüfen Sie auf der Website der Schweizer Post in der Rubrik 'Verkehrseinschränkungen', ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden. Falls nicht, bitten wir Sie andere Kommunikationskanäle – E-Mail, Fax oder soziale Medien, wenn vorhanden – für die Zustellung Ihres Appells zu nutzen und/oder senden Sie diesen via die Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung an die genannte Person.

Modellbrief

Sehr geehrter Herr Präsident Buhari

Mit grosser Sorge verfolge ich die Reaktionen auf die Proteste gegen Polizeigewalt. Am 20. Oktober sollen Angehörige des nigerianischen Militärs und der Polizei mindestens zwölf Protestierende getötet und mehrere verletzt haben, als sie in der Hauptstadt Lagos ohne Vorwarnung das Feuer auf Tausende Menschen eröffneten, die im Rahmen der #EndSARS-Bewegung friedlich eine gute Regierungsführung und ein Ende der Polizeigewalt forderten.

Ich fordere Sie auf, im ganzen Land öffentlich das Ende der Tötungen und der exzessiven Gewaltanwendung gegen friedlich Protestierende durch Angehörige der Sicherheitskräfte und des Militärs anzuordnen.

Sorgen Sie bitte dafür, dass umgehend eine gründliche, unparteiische, wirksame und transparente Untersuchung aller Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei, darunter die rechtswidrige Tötung der #EndSARS-Demonstrierenden, durchgeführt wird.

Stellen Sie anschliessend all diejenigen in fairen Verfahren vor Gericht, die mutmasslich für die Tötungen und Angriffe gegen Protestierende verantwortlich sind. Gewährleisten Sie bitte auch den Zugang der Opfer und ihrer Familien zur Justiz und zu wirksamen Rechtsbehelfen.

Verpflichten Sie sich öffentlich zur Umsetzung der Forderungen der Protestierenden. Dazu gehört das Ende der Polizeigewalt, die Rechenschaftspflicht bei aussergerichtlichen Hinrichtungen, Vergewaltigung, Folter und Erpressung durch Angehörige der Spezialeinheit SARS und allgemeine Polizeireformen.

Mit freundlichen Grüssen

Appelle an

Präsident und Oberbefehlshaber der nigerianischen Streitkräfte
President Muhammadu Buhari
Commander-in-Chief of the Nigerian Armed Forces
Office of the President of the Federal Republic
Aso Rock Villa
Abuja
NIGERIA

E-Mail: info@statehouse.gov.ng (geändert!!)
Twitter: @GovUmarGanduje

Anrede: Sehr geehrter Herr Präsident Buhari /
Dear President Buhari

 

Kopien an

Ambassade de la République Fédérale du Nigéria
Zieglerstrasse 45
3007 Berne

Fax: 031 384 26 26
E-mail: info@nigerianbern.org
17 Briefe verschickt  
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