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FI 132/20-1
Mosambik
Abgeschlossen am 8. März 2021

Menschenrechtsverteidiger Bischof Lisboa nach Brasilien versetzt

AI-Index: AFR 41/3751/2021

Im Februar 2021 hat Papst Franziskus die Versetzung von Bischof Don Luis Fernando Lisboa nach Brasilien verkündet. In Mosambik war Bischof Lisboa aufgrund seiner Menschenrechtsarbeit in der Provinz Cabo Delgado Ziel einer andauernden Verleumdungskampagne. Seine Versetzung nach Brasilien soll diese Verleumdungskampagne beenden und seine Sicherheit gewährleisten.

Am 11. Februar gab Papst Franziskus über das Presseamt des Vatikans die Versetzung von Bischof Don Luiz Fernando Lisboa in sein Heimatland Brasilien bekannt, wo er eine Diözese leiten soll. Der Papst ernannte ihn ausserdem zum Erzbischof ad personam – ein höherrangiges Amt innerhalb der katholischen Kirche.

Als Bischof von Pemba gehörte Don Luiz Fernando Lisboa zu den wenigen Stimmen in Mosambik, die sich zu den schlechten humanitären und menschenrechtlichen Bedingungen in Cabo Delgado äusserten. Dort herrscht seit 2017 ein anhaltender bewaffneter Konflikt. Aufgrund seiner Arbeit in Cabo Delgado wurde Bischof Lisboa zum Ziel einer Verleumdungs- und Einschüchterungskampagne von Regierungsmitgliedern, die seine Menschenrechtsarbeit an den Fronten des bewaffneten Konflikts untergraben und delegitimieren sollte.

Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Urgent Action am 26. August 2020, in der Amnesty Inter-national die mosambikanische Regierung aufforderte, die Verleumdungskampagne gegen Bischof Lisboa zu beenden und ihm ein sicheres Umfeld zu gewährleisten, besuchte Präsident Nyusi Bischof Lisboa und brachte seine Unterstützung für dessen Arbeit zum Ausdruck. Mit diesem Besuch setzte er gegenüber den Regierungsmitgliedern ein Zeichen und trug so dazu bei, die Verleumdungs- und Ein-schüchterungskampagne gegen den Bischof zu beenden. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Unterdrückung der Meinungs- und Pressefreiheit in Mosambik ist die Versetzung von Bischof Lisboa nach Brasilien möglicherweise eine zusätzliche Massnahme des Vatikans, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Zurzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzwerkes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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