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FI 100/20-1
Indonesien
Abgeschlossen am 24. August 2020

Sieben papuanische Aktivisten freigelassen

AI-Index: ASA 21/2930/2020

Am 17. Juni 2020 wurden sieben papuanische Aktivisten der Rebellion (makar) schuldig gesprochen und zu zehn bis elf Monaten Gefängnis verurteilt. Anlass war ihre Rolle in einer Anti-Rassismus-Demonstration im August 2019. Sie sind inzwischen alle wieder auf freiem Fuss und konnten nach Hause zurückkehren.

Die papuanischen Aktivisten und ehemaligen gewaltlosen politischen Gefangenen Ferry Kombo, Alexander Gobai, Agus Kossay, Stevanus Itlay, Hengki Hilapok, Buchtar Tabuni und Irwanus Uropmabin wurden alle freigelassen und konnten nach Papua nach Hause zurückkehren.

Aufgrund der Covid-19-Beschränkungen in Indonesien sind Flugreisen zurzeit sehr schwierig. Deshalb stellte Amnesty International logistische Unterstützung zur Verfügung, um ihre sichere Rückkehr nach Hause in Begleitung ihrer Rechtsbeistände und Familien zu gewährleisten.

Gustaf Kawer, einer der Anwälte in diesem Fall, drückte seine Anerkennung für die Unterstützung durch Amnesty International aus und dankte allen Mitgliedern, die sich an der Urgent Action beteiligten und die sieben ehemaligen gewaltlosen politischen Gefangenen unterstützt haben.

Ferry Kombo, Alexander Gobai, Agus Kossay, Stevanus Itlay, Hengki Hilapok, Buchtar Tabuni und Irwanus Uropmabin waren am 17. Juni der Rebellion (makar) schuldig gesprochen und zu zehn bis elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Anlass war ihre Rolle in einer Anti-Rassismus-Demonstration im August 2019. Sie waren Teil einer Gruppe von 56 politischen AktivistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen aus Papua, die im Zusammenhang mit einer Antirassismus-Demonstration 2019 in Surabaya ins Gefängnis kamen. Von den 56 gewaltlosen politischen Gefangenen befinden sich 34 weiterhin in Haft.

Die indonesischen Behörden haben in den letzten zehn Jahren die Strafrechtsparagrafen zum Vorwurf der Rebellion eingesetzt, um Dutzende friedliche UnabhängigkeitsaktivistInnen in Papua und Maluku strafrechtlich zu verfolgen.

Amnesty International wird die Lage in Papua weiter beobachten. Zurzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzwerkes nötig. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.