Benutzerspezifische Werkzeuge
Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2020 03 Journalist detained for social media post
UA 032/20
Niger
Abgeschlossen am 24. März 2020
Mitteilung schliessen

Info: Postversand

Da bei der Schweizer Post aufgrund der Corona-Krise ein Annahmestopp für den Versand von Briefen in diverse Länder besteht, bitten wir Sie andere Kommunikationskanäle – E-Mail, Fax oder soziale Medien, wenn vorhanden – für die Zustellung Ihres Appells zu nutzen und/oder senden Sie diesen via die Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung an die genannte Person.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und bleiben Sie gesund.

Journalist wegen eines Posts zu Covid-19 in Haft

AI-Index: AFR 43/1976/2020

Der Journalist Mamane Kaka Touda wurde am 5. März zu Hause festgenommen, weil er am selben Tag auf Social Media gepostet hatte, dass es in der Notfallstation eines Krankenhauses in Niamey einen COVID-19-Verdachtsfall gäbe. Ihm wird vorgeworfen «Daten verbreitet zu haben, die die öffentliche Ordnung stören». Mamane Kaka Touda ist seither im Gefängnis in Niamey inhaftiert.

Mamane Kaka Touda ist seit dem 5. März im Zivilgefängnis der Hauptstadt Niamey (prison civile de Niamey) inhaftiert. Seit dem 9. März weigern sich die GefängniswärterInnen, ihm Essen auszuhändigen, das ihm seine Tante ins Gefängnis bringt. Die WärterInnen begründen dies damit, dass nur die nächsten Angehörigen, also EhegattInnen, Eltern und Geschwister, eine Besuchserlaubnis erhalten.

Amnesty International ist der Ansicht, dass Mamane Kaka Toudas Recht auf freie Meinungsäusserung und weitere seiner Menschenrechte verletzt werden. Die nigrischen Behörden müssen JournalistInnen, Whistle-BlowerInnen, AktivistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen in Übereinstimmung mit den internationalen Verpflichtungen Nigers zur Wahrung der Menschenrechte schützen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Mamane Kaka Touda ist Journalist, Menschenrechtsverteidiger und Mitglied der NGO und Menschenrechtsorganisation Alternative Espaces Citoyens (Alternative Bürgerräume).

Am 5. März warnte er in den Sozialen Medien, dass es im Krankenhaus Hôpital Général de Référence einen COVID-19-Fall geben könne. Das Krankenhaus erklärte noch am selben Tag, dass es in keiner der Abteilungen einen Fall von COVID-19 habe. Ein_e SprecherIn des Gesundheitsministeriums bestätigte später, dass es den von Mamane Kaka Touda beschriebenen Verdachtsfall gegeben habe. Es habe sich dabei um eine Person mit italienischer Staatsangehörigkeit gehandelt, die «als Vorsichtsmassnahme» dort aufgenommen worden sei. Die Tests seien negativ gewesen und die Person habe das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

In Niger ist noch kein Fall von COVID-19 bekannt.

8 Briefe verschickt  
My Urgent Actions
Fürs Mitzählen lassen Ihres Briefes und Update-Funktion zu nutzen müssen Sie sich
einloggen oder
anmelden
Downloads
UA 032/20 english
Microsoft Word Document, 29.8 kB
UA 032/20 français
Microsoft Word Document, 30.2 kB
UA 032/20 deutsch
Microsoft Word Document, 29.8 kB
Aktionsabfolge
Mehr zum Thema

Menschenrechtsverteidiger

Grundlegende Infos über die Menschenrechte und die verschiedenen internationalen Abkommen. Mehr