Benutzerspezifische Werkzeuge
Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2020 02 Ombudsman’s life at risk after death threats
UA 022/20
Ecuador
Abgeschlossen am 31. März 2020
Mitteilung schliessen

Info: Postversand

Da bei der Schweizer Post aufgrund der Corona-Krise ein Annahmestopp für den Versand von Briefen in diverse Länder besteht, bitten wir Sie andere Kommunikationskanäle – E-Mail, Fax oder soziale Medien, wenn vorhanden – für die Zustellung Ihres Appells zu nutzen und/oder senden Sie diesen via die Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung an die genannte Person.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und bleiben Sie gesund.

Morddrohungen gegen Ombudsmann

AI-Index: AMR 28/1833/2020

Das Leben und die persönliche Sicherheit des Ombudsmanns Freddy Carrión und seiner Familie sind in Gefahr. Kürzlich erhielt Freddy Carrión mehrere Morddrohungen, darunter am 13. Februar eine Bombendrohung in seinem Haus. Obwohl er seine Situation öffentlich verurteilt hat, schützt die ecuadorianische Regierung ihn und seine Familie nicht in angemessenem Umfang.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die Leben und die persönliche Sicherheit von Ombudsmann Freddy Carrión und seiner Familie sind in Gefahr. Freddy Carrión und seine Angehörigen haben wiederholt Morddrohungen wegen seiner Menschenrechtsarbeit während der Krise im Oktober 2019 erhalten. Obwohl Freddy Carrión am 6. Februar 2020 wegen der Drohungen Anzeige erstattet hat, erhalten er und seine Familie noch keinen angemessenen Schutz. Die Staatsanwaltschaft muss Freddy Carrión und seiner Familie umgehend Schutzmassnahmen zur Verfügung stellen und die Drohungen sofort unvoreingenommen und unabhängig untersuchen.

Die Situation behindert die Arbeit der Ombudsstelle. Laut Völkerrecht müssen die ecuadorianischen Behörden MenschenrechtsverteidigerInnen die Möglichkeit geben, frei und sicher zu arbeiten.

Am 11. Februar veröffentlichte die Ombudsstelle eine öffentliche Erklärung, in der sie die Drohungen, unbegründeten Anschuldigungen und politisch motivierten Angriffe, denen Freddy Carrión in den Medien und Sozialen Netzwerken ausgesetzt ist, verurteilte. Die Ombudsstelle sagte, diese Vorfälle seien Vergeltungsversuche für die Menschenrechtsarbeit der Institution während der Krise im Oktober 2019.

Am 13. Februar, etwa zur Mittagszeit, erhielten Wachleute an Freddy Carrións Wohnkomplex in Quito einen Anruf, der darauf hindeutete, in Freddy Carrións Haus sei eine Bombe. Zu dieser Zeit hielt sich Freddy Carrión in der Stadt Guayaquil auf.

Am 14. Februar sagte Freddy Carrión, dass es nicht nur persönliche Angriffe auf ihn gab. Auch die Ombudsstelle wurde mehrmals angegriffen, um ihre Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Ausserdem werden der Ombudsstelle Verwaltungshürden gestellt, die die Wirksamkeit ihrer Arbeit behindern.

Freddy Carrión sagte am 18. Februar auf einer Medienplattform, dass die Drohungen mit der Veröffentlichung eines Berichts der Interamerikanischen Menschenrechtskommission zusammenhängen. In diesem Bericht kommt die Menschenrechtskommission zu dem Schluss, dass die Sicherheitskräfte Ecuadors bei den landesweiten Streiks im Oktober 2019 exzessive Gewalt angewandt hat.

Am 14. Januar hat die Interamerikanische Menschenrechtskommission ihre Beobachtungen zu Ecuador präsentiert. Die Kommission fordert die ecuadorianischen Behörden dringend auf, alle Berichte über Gewalt sofort umfassend zu untersuchen und die Verantwortlichen angemessen zu bestrafen. Dies gilt sowohl für exzessive Gewaltanwendung durch die Polizei und Sicherheitskräfte als auch für Angriffe und Plünderungen, für die BürgerInnen verantwortlich waren.

9 Briefe verschickt  
My Urgent Actions
Fürs Mitzählen lassen Ihres Briefes und Update-Funktion zu nutzen müssen Sie sich
einloggen oder
anmelden
Downloads
UA 022/20 english
Microsoft Word Document, 29.8 kB
UA 022/20 deutsch
Microsoft Word Document, 30.2 kB
UA 022/20 espagnol
Microsoft Word Document, 113.1 kB
UA 022/20 français
Microsoft Word Document, 30.5 kB
Mehr zum Thema

Menschenrechtsverteidiger

Grundlegende Infos über die Menschenrechte und die verschiedenen internationalen Abkommen. Mehr