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FI 153/19-1
Pakistan
Abgeschlossen am 9. Januar 2020

Premierminister will Smog-Krise angehen

AI-Index: ASA 33/1645/2020

Pakistans Ministerpräsident Imran Khan hielt am 30. November 2019 eine Pressekonferenz zur Smog-Krise in Punjab ab. Er bezeichnete den Smog als «lautlosen Killer» und stellte einen mit Expertenempfehlungen übereinstimmenden Plan vor, die verheerende Luftverschmutzung zu bekämpfen. Amnesty International begrüsst die Reaktion der pakistanischen Regierung und ihre Ankündigung, die Krise anzugehen. Wir werden die Entwicklung verfolgen und genau prüfen, ob die Regierung ihrer Zusage, für saubere Luft zu sorgen, nachkommt.

Im November und Dezember 2019 war die Luft in Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz Pakistans, so stark verschmutzt, dass die Gesundheit und das Leben der Menschen in grosser Gefahr waren. Schulen mussten schliessen, Atemwegserkrankungen nahmen immer mehr zu und die Menschen bekamen nur schwer Luft. Am 21. November erreichte der Luftqualitätsindex in Lahore, der Hauptstadt von Punjab, um 13 Uhr den Wert von 598 und lag damit weit über dem Schwellenwert für «gefährliche» Werte, der bei 300 beginnt. An diesem Tag und mehreren weiteren verzeichnete Lahore die schlimmste Luftverschmutzung weltweit.

Als Reaktion auf diese Gefahrensituation veröffentlichte Amnesty International eine Urgent Action für die Bevölkerung von Lahore und mobilisierte damit weltweit UnterstützerInnen, sich an die Verantwortlichen in Pakistan zu wenden, um die Bevölkerung der zweitgrössten Stadt des Landes vor dieser gefährliche Smog-Krise zu schützen. Über die Urgent Action wurde umfassend berichtet und sie schaffte es weltweit in die Schlagzeilen: Die New York Times, das Time Magazine, die Washington Post und Nachrichtenkanäle in Pakistan berichteten darüber. Die Medien kritisierten, die pakistanische Regierung habe der durch den Smog ausgelösten Gesundheitskrise keine ausreichende Priorität eingeräumt.

Neun Tage nach der Veröffentlichung der Urgent Action stellte Premierminister Imran Khan am 30. November auf einer Pressekonferenz einen Plan vor, die Luftverschmutzung zu bekämpfen, und betonte die tödlichen Auswirkungen, wenn die Krise aus den Fugen gerät. Dies war das erste Mal, dass ein Premierminister eine Pressekonferenz abhielt, um allein das Thema Luftverschmutzung zu behandeln. Damit wird deutlich, dass es durch die Urgent Action und die Aktionen der UnterstützerInnen gelungen ist, das Thema auf die höchste Regierungsebene in Pakistan zu heben.

Im Zuge der Reaktion der pakistanischen Regierung hat Malik Amin Aslam, der Minister für Klimawandel, an Amnesty geschrieben: «Ich möchte Ihnen versichern, dass sich unser Ministerium verpflichtet, Pakistan in eine neue Richtung hin zu einer saubereren, grüneren und nachhaltigen Zukunft zu lenken und sich dabei insbesondere den wachsenden Herausforderungen zu stellen, die durch die Luftverschmutzung und den Klimawandel entstehen.»

Die Zusagen der pakistanischen Behörden, die Smogkrise anzugehen, sind zwar begrüssenswert, aber die Luftverschmutzung in Punjab befindet sich nach wie vor auf einem Niveau, das als gesundheitsgefährdend bis sehr gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Amnesty International wird die weitere Entwicklung genau verfolgen und einfordern, dass die pakistanische Regierung ihrer Zusage nachkommt, für saubere Luft zu sorgen.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich an dieser Urgent Action beteiligt haben.

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