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FI 152/19-1
Irak
Abgeschlossen am 15. November 2019

Sanitäterin und Aktivistin Saba Mahdawi freigelassen

AI-Index: MDE 14/1414/2019

Die Sanitäterin und Aktivistin Saba Mahdawi wurde am 13. November freigelassen. Sie war am 2. November von einer unbekannten Gruppe verschleppt worden und niemand wusste, was mit ihr geschehen war. Ihre Familie hat Amnesty bestätigt, dass Saba Mahdawi bei guter Gesundheit ist und nicht misshandelt wurde.

Am 13. November wurde die Sanitäterin und Aktivistin Saba Mahdawi freigelassen und konnte nach elf Tagen in Gefangenschaft nach Hause zurückkehren. Sie war am 2. November von bewaffneten und maskierten Männern verschleppt worden, als sie mit dem Auto vom Tahrir-Platz in der irakischen Hauptstadt Bagdad nach Hause fuhr. Auf dem Platz finden seit dem 1. Oktober 2019 massive Proteste gegen die Regierung statt. Am Tag ihrer Entführung hatte Saba Mahdawi den Protestierenden in Bagdad als Freiwillige medizinische Hilfe angeboten.

Ihre Familie hat Amnesty International gegenüber bestätigt, dass sie in einem Privathaus festgehalten, dort aber nicht misshandelt wurde. Ihren Angaben zufolge wurde sie von ihren Entführern wiederholt zu ihren Aktivitäten auf dem Tahrir-Platz verhört. Nach ihrer Freilassung fuhr sie selbst im Auto nach Hause und ist nun sicher wieder bei ihrer Familie Nach Angaben ihrer Familie konnte sie die Täter nicht identifizieren.

Seit Anfang Oktober dokumentiert Amnesty International eine Zunahme des scharfen Vorgehens gegen AktivistInnen, medizinisches Personal, RechtsanwältInnen und Protestierende von Seiten der irakischen Sicherheitskräfte und nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen. In vielen Fällen wurden AktivistInnen bedroht, geschlagen und dazu gezwungen Verpflichtungserklärungen zu unterschreiben.

Bislang haben die irakischen Behörden keine unparteiische und transparente Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen der irakischen Sicherheitskräfte und der Verbrechen nichtstaatlicher bewaffneter Akteure aufgenommen. Amnesty International fordert die irakischen Behörden ein weiteres Mal auf, ihre Sicherheitskräfte unverzüglich zu mässigen und die Verantwortlichen für begangene Straftaten ausfindig zu machen und sie zur Rechenschaft zu ziehen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.