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Startseite Urgent Actions 2019 09 Qatari father and son disappeared Disappeared Qatari father and son released
FI 114/19-1
Saudi-Arabien
Abgeschlossen am 28. November 2019

Vater und Sohn freigelassen

AI-Index: MDE 23/1490/2019

Am 1. November haben die saudi-arabischen Behörden die katarischen Staatsangehörigen Ali Nasser Ali Jarallah und seinem Sohn Abdulhadi Ali Nasser Ali Jarallah freigelassen. Am 18. August hatte die in Katar lebende Familie der beiden Männer jeden Kontakt mit ihnen verloren, als diese in Saudi-Arabien Verwandte besuchen wollten. Amnesty International war in großer Sorge, dass sie dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sein könnten.

Ali Nasser Ali Jarallah und sein Sohn Abdulhadi Ali Nasser Ali Jarallah kamen am 1. November aus saudi-arabischer Haft frei und konnten zu ihrer Familie in die katarische Hauptstadt Doha zurückkehren. Sie waren willkürlich festgehalten worden. Ein Verwandter teilte Amnesty International mit, dass die beiden Männer «ohne Anklage festgehalten, aber aufgrund des öffentlichen Drucks freigelassen wurden». Amnesty International hatte Grund zu der Annahme, dass die beiden von der Leitung der Staatssicherheit inhaftiert worden waren.

Ali Jarallah und Abdulhadi Jarallah waren zwei Monate lang «verschwunden» und konnten keinen Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen. Vater und Sohn reisten am 15. August mit einem Familienvisum nach Saudi-Arabien ein und waren auf dem Weg nach Dammam in der Ostprovinz, um dort den Bruder von Ali Jarallah zu besuchen. Sie hatten bis zum 18. August Kontakt zu ihrer Familie in Katar, dieser brach jedoch ab, als sie sich der Stadt al-Hofuf in der Ostprovinz näherten.

Ali Jarallah ist Diabetiker und leidet an Herz- und Nierenproblemen sowie hohem Blutdruck. Er nimmt regelmäßig Medikamente und muss in bestimmten Intervallen zur ärztlichen Kontrolle in Doha.

Amnesty forderte den saudischen König Salman auf, umgehend den Aufenthaltsort von Ali Jarallah und seinem Sohn Abdulhadi Ali Nasser Ali Jarallah bekanntzugeben, die Gründe für ihre Inhaftierung zu nennen und sie umgehend freizulassen, sofern sie nicht einer erkennbar strafbaren Handlung angeklagt würden und dies in Übereinstimmung mit rechtsstaatlichen Mitteln nach dem Völkerrecht geschieht.

Vielen Dank allen, die sich an dieser Urgent Action beteiligt haben. Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich.

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