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Startseite Urgent Actions 2019 05 Dozens at risk of torture in police detention Detainees no longer in police custody
FI 074/19-1
Türkei
Abgeschlossen am 13. Juni 2019

Nicht mehr in Foltergefahr

AI-Index: EUR 44/0525/2019

Alle Gefangenen, die in der Antiterrorabteilung der Polizei in der Provinz Urfa in Gewahrsam gehalten worden waren, sind inzwischen entweder freigelassen oder in Gefängnisse verlegt worden. Sie waren nach bewaffneten Zusammenstössen zwischen der Polizei und der PKK festgenommen worden. Nach Einschätzung von Amnesty International sind die 13 Personen, die in Gefängnisse überstellt wurden, nicht mehr in Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.

Zwischen dem 18. und dem 21. Mai wurden bei Polizeirazzien 47 Menschen – darunter drei Kinder – festgenommen. Zuvor war es am 18. Mai in der Provinz Urfa zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und Sicherheitskräften gekommen. Bis zum 24. Mai wurden 22 Personen, darunter die drei Kinder, freigelassen. Die Erwachsenen kamen auf Kaution frei. Nach Angaben ihrer Rechtsbeistände und ausgehend von Fotoaufnahmen, die Amnesty International vorliegen, wurden einige der erwachsenen Inhaftierten in der Gendarmerie-Wache von Bozova Yaylak in der Provinz Urfa von Angehörigen der Polizei der Polizei gefoltert oder anderweitig misshandelt. Einige Gefangene sagten ihren Rechtsbeiständen, dass ihnen der Zugang zu ÄrztInnen ohne die Anwesenheit von PolizistInnen verwehrt wurde.

Bis zum 29. Mai sind alle Gefangenen aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. 13 Personen wurden in Gefängnisse überstellt. Diese Gefangenen sind nach Einschätzung von Amnesty International nicht mehr in Foltergefahr.

Die Anwaltskammer von Urfa hat auf der Grundlage detaillierter Interviews mit Betroffenen bei der Staatsanwaltschaft Urfa Strafanzeige wegen Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe erstattet.

Amnesty International fordert weiterhin eine umgehende, unabhängige und unparteiische Untersuchung dieser Vorwürfe.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich für die Inhaftierten eingesetzt haben.

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