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Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2019 05 Land defenders at risk
UA 064/19
Honduras
Aktiv seit 10. Mai 2019 | Noch 19 Tage Laufzeit

Landrechtsaktivistin in Gefahr

AI-Index: AMR 37/0337/2019

Rosalina Dominguez, ihre vier Söhne und zwei Angehörige der indigenen Gemeinschaft von Río Blanco im Departamento Intibucá haben am 30. April und 1. Mai 2019 Drohungen erhalten. Die BewohnerInnen der Gemeinde befürchten, dass dies der Beginn einer neuen Angriffswelle sein könnte. Denn schon nach den Protesten gemeinsam mit der Indigenenorganisation Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH) gegen den Agua-Zarca-Staudamm hatten sie Drohungen erhalten.

Rosalina Dominguez, zuständig für Finanzen im Indigenenrat von Río Blanco, ihre vier Söhne (im Alter zwischen 16 und 30 Jahren) sowie zwei weitere Angehörige ihrer Gemeinschaft sind bedroht worden. Sie wurden am 30. April und 1. Mai auf dem Weg zur Arbeit von mindestens sieben Personen verbal bedroht, von denen eine bewaffnet war.

Angesichts der Angriffe auf die Gemeinschaft in der Vergangenheit und dem Mord an der bekannten Umweltschützerin Berta Cáceres fordern Rosalina Dominguez, der Indigenenrat und die Organisation COPINH die honduranische Regierung auf, die jüngsten Drohungen zu untersuchen und die Sicherheit der bedrohten Menschen zu gewährleisten.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die indigenen Gemeinschaften der Lenca in Río Blanco, Santa Barbara, im Westen von Honduras wenden sich seit Jahren gegen ein Wasserkraftwerksprojekt auf dem Land, das sie seit Jahrhunderten besiedeln. Sie beklagen, dass es keine Konsultation der Indigenen nach dem Prinzip der freien, vorherigen und informierten Zustimmung gegeben hat. Die Gemeinschaften werden von der Indigenenorganisation Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH) unterstützt.
COPINH fordert seit über 20 Jahren einen besseren Lebensstandard für die Gemeinschaften in Río Blanco im Nordwesten des Landes. Seit 2011 setzt sich COPINH für das Recht der Lenca auf freie, vorherige und informierte Zustimmung bezüglich eines geplanten Wasserkraftwerksprojekts ein, das sie von ihrem angestammten Land zu vertreiben droht. Aufgrund ihres Engagements werden die Mitglieder von COPINH seit Jahren bedroht und drangsaliert.
Am frühen Morgen des 3. März 2016 war Berta Cáceres, Umweltschützerin und Gründerin der Indigenenorganisation COPINH, in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza im Departamento Intibucá erschossen worden. Am 7. März 2016 erliess die Interamerikanische Menschenrechtskommission Massnahmen zum Schutz aller Mitglieder von COPINH und der Familie von Berta Cáceres und begründete dies mit den Gefahren, die ihre Arbeit im Bereich der Menschenrechte, der Umwelt und natürlicher Ressourcen mit sich bringt, sowie mit ihrer erhöhten Schutzbedürftigkeit nach der Ermordung von Berta Cáceres.
Schon seit etwa drei Jahren macht Amnesty International auf die zahlreichen Mord- und anderen Drohungen, Einschüchterungen, Drangsalierungen und Ermordungen von AktivistInnnen in Honduras aufmerksam. Das Land ist eines der gefährlichsten für MenschenrechtsverteidigerInnen, insbesondere für solche, die sich für Land- und Umweltrechte einsetzen.

 

Empfohlene Aktionen

  • Schreiben Sie einen Appellbrief in Ihren eigenen Worten oder verwenden Sie den untenstehenden Modellbrief.
  • Bitte schreiben Sie vor dem 13. Juni 2019.
  • Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch.

 

Modellbrief

Sehr geehrte Frau Ministerin

Ich möchte Sie heute auf den Fall von Rosalina Domínguez aufmerksam machen.

Rosalina Domínguez, ihre vier Söhne und zwei Angehörige der indigenen Gemeinschaft von Río Blanco im Departamento Intibucá haben am 30. April und 1. Mai 2019 Drohungen erhalten. Die BewohnerInnen der Gemeinde befürchten, dass dies der Beginn einer neuen Angriffswelle sein könnte. Denn schon nach den Protesten gemeinsam mit der Indigenenorganisation Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH) gegen den Agua-Zarca-Staudamm hatten sie Drohungen erhalten.

Hiermit bitte ich Sie, umgehend eine Untersuchung der Drohungen gegen Rosalina Domínguez, ihre Familie und weitere Angehörige ihrer Gemeinschaft einzuleiten. Sprechen Sie sich dafür aus, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Ich bitte Sie ausserdem, für den Schutz der bedrohten Personen zu sorgen und dabei deren Wünsche zu respektieren.

Mit freundlichen Grüssen

 

Appelle an

Ministerin für Menschenrechte
Karla Eugenia Cueva Aguilar
Ministerio de Derechos Humanos
Contiguo Edificio Rojo y Complejo Hotelero
Plaza San Martín
Avenida República de Panamá
Tegucigalpa
HONDURAS

E-Mail: karlacueva144@gmail.com

Anrede: Dear Minister / Sehr geehrte Frau Ministerin

 

 

Kopien an

Ambassade de la République du Honduras
Rue Crevaux 8
F-75116 Paris
France

Fax: 00339 / 83 41 76 48
E-mail: ambassade@ambhonduras.com

12 Briefe verschickt  
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