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Startseite Urgent Actions 2019 05 Families at risk of forced eviction
UA 057/19
Kolumbien
Abgeschlossen am 13. Juni 2019
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06.05.2019: Latest news

Rios Vivos Movement informed us that due to our work issuing the Urgent Action and arrivals of letters and messages, the Secretary of Government of the Ituango municipality decided to postpone the eviction of the 18 people residing in the Coliseum until May 10 (this week's Friday). The Mayor of Ituango is currently analyzing the case and may still chose to proceed with the eviction, meaning the affected families are still at risk.

Our actions are working but it is critical that you continue to send urgent appeals to provide for adequate alternatives to the survivors of HidroItuango flooding.

Many thanks!

Familien droht Vertreibung

AI-Index: AMR 23/0299/2019

In Ituango im kolumbischen Departamento Antioquia sind 18 Personen, die im April 2018 bei einer Flut ihre Wohnungen verloren hatten, in Gefahr, aus ihrer Übergangsunterkunft vertrieben zu werden. Derzeit leben die Menschen vorübergehend in einer Sporteinrichtung. Nun haben sie von der Polizei aber die Aufforderung erhalten, diese bis zum 6. Mai zu verlassen. Die Behörden bieten den Menschen jedoch keine Alternativunterkünfte an.

Die Polizei von Ituango hat angekündigt, dass 18 Personen, die zurzeit in einer Sporteinrichtung in Jaidukama leben, diese umgehend verlassen müssen, ansonsten drohe ihnen die Zwangsräumung. Die Menschen hatten im April 2018 aufgrund einer Überflutung, die beim Bau des Wasserkraftwerks Hidroituango entstanden war, ihre Wohnungen verloren. Sie haben keinen Zugang zu alternativen Unterkünften und wenn sie vertrieben werden, können sie ihre Grundbedürfnisse nicht sichern.

Die kolumbianische Regierung muss ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachkommen und die Zwangsräumungen stoppen, bis bestimmte Bedingungen erfüllt sind: Die Behörden müssen Alternativen zu der Zwangsräumung ausloten und die betroffene Gemeinschaft konsultieren, denn Zwangsräumungen dürfen nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Den betroffenen Menschen müssen alternative Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden, da sie nicht in der Lage sind, selbst dafür zu sorgen. Zudem müssen verfahrensrechtliche Garantien eingehalten werden, darunter der Zugang zu Rechtsmitteln und Prozesskostenhilfe, falls erforderlich. Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt werden, handelt es sich um eine rechtswidrige Zwangsräumung und damit um eine Menschenrechtsverletzung.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Im April 2018 trat in Playas Guayacan, Sandinas und Mote (Gemeinde Ituango) der Fluss Cauca zweimal über die Ufer, wobei Häuser von 23 Familien zerstört wurden. Fünf Tage nach der Tragödie konnten 36 Menschen aus der überfluteten Region gerettet werden. Sie wurden vom Bürgermeister empfangen und in der Sporteinrichtung der Stadt untergebracht. Ein Jahr später haben sie jedoch immer noch keine Entschädigung erhalten, keinen Zugang zu psychosozialer Unterstützung oder pädagogischer Betreuung.

Am 27. April erhielten die Personen, die immer noch in der Sporteinrichtung leben, einen Räumungsbescheid der städtischen Polizei. Darin heisst es, die Menschen müssten die Sportstätte bis zum 6. Mai räumen. 2018 hatte Amnesty International die kolumbianische Regierung aufgefordert, die von dem Wasserkraftwerksprojekt Hidroituango betroffenen Menschen zu unterstützen. Ausserdem forderte Amnesty International die Behörden auf, sicherzustellen, dass die Morde an MenschenrechtsverteidigerInnen, die sich gegen Umweltschäden im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk gewandt hatten, aufgeklärt werden.

7 Briefe verschickt  
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