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Startseite Urgent Actions 2019 04 End attacks against human rights defenders
UA 054/19
Philippinen
Abgeschlossen am 10. Juni 2019
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Words of appreciation

Words of appreciation from Cristina «Tinay» Palabay

Dear friends at Amnesty International,
Words cannot express how overwhelmed and thankful I am for the urgent action you initiated regarding the threats against me and the attacks against human rights defenders in the Philippines! Indeed, during the past months, several dreadful events occurred, including the killings of peasant leaders in the Negros province and the assassination of our dear colleague, city councilor Bernardino ‘Toto’ Patigas.
I and my fellow human rights workers of Karapatan have received an almost daily barrage of death threats, vilification and smear campaign, as we all navigate this increasing constriction of civil society space and the nagging sense of danger under the current administration. By the way, we looked more closely at our records, and Toto is the 58th Karapatan human rights worker who had been killed. We have filed a petition for the writs of amparo and habeas data last May 6, 2019 to seek legal protection from the Supreme Court and for the disclosure and destruction of all government files or records that may endanger us. Your voice, and that of the several Amnesty members, individuals and groups, made me/us feel that we are not alone, and that solidarity indeed knows no boundaries.
As we brace for the results of the midterm Philippine elections on May 13, we take heart and strength from the support of the communities we serve and the support of friends like you in the international community. It is our solemn pledge that we shall continue to defend and uphold human rights and people’s rights in the Philippines, despite and inspite of the perils.
Again, my deepest respects and appreciation.
In solidarity,
Cristina «Tinay» Palabay
Secretary General

 

E-Mail correction

The email address originally indicated is incorrect and should instead be ocpnp@pnp.gov.ph, srocpnp@yahoo.com and pnpdo.adm1n@gmail.com; the official email addresses of the Philippine National Police (PNP).

In addition, we would also appreciate it if you can take the time to fill out this ONLINE FORM on the PNP website, which asks senders to input their name, email address, the subject of the letter, and the message, with an option to have your own email address cc-ed in the message.

Thank you once again for your support!

Drohungen gegen weitere Menschenrechtsverteidigerin

AI-Index: ASA 35/0273/2019

Cristina Palabay vom philippinischen Bündnis für Menschenrechte Karapatan erhielt am 22. April eine Textnachricht, in der ihr mitgeteilt wurde, dass sie und mehrere andere MenschenrechtsverteidigerInnen in diesem Jahr ermordet werden sollen. Nur Stunden zuvor war das Karapatan-Mitglied Bernardino Patigas in Escalante City in der Provinz Negros Occidental erschossen worden. Es ist der zweite Mord an einem Menschenrechtler, der auf einer 2018 veröffentlichten «Abschussliste» stand.

Cristina Palabay ist die Generalsekretärin der Organisation Karapatan, einem Zusammenschluss mehrerer Menschenrechtsgruppen und einzelner MenschenrechtsverteidigerInnen. Am 22. April erhielt sie eine Textnachricht mit unbekanntem Absender, in der angekündigt wurde, dass sie und mehrere andere MenschenrechtsverteidigerInnen in diesem Jahr ermordet werden sollen.

Diese Drohung ist besonders deshalb alarmierend, weil nur wenige Stunden zuvor der Menschenrechtsverteidiger Bernardino Patigas in der Stadt Escalante in der Provinz Negros Occidental erschossen wurde. Die Ermordung von Bernardino Patigas und die Drohungen gegen Cristina Palabay und weitere MenschenrechtsverteidigerInnen sind Teil eines scheinbar immer brutaleren Vorgehens gegen MenschenrechtlerInnen und politische AktivistInnen auf den Philippinen.

Bernandino Patigas ist bereits der zweite Menschenrechtsverteidiger auf einer 2018 von Unbekannten in Negros Occidental verbreiteten „Abschussliste“, der daraufhin ermordet wurde. Philippinischen Medien zufolge wurde die Öffentlichkeit auf dieser Liste dazu aufgefordert, den Aufenthaltsort der genannten Personen durch Anruf einer bestimmten Telefonnummer bekanntzugeben; dies bringt die Betroffenen in Lebensgefahr. Auch der im November 2018 ermordete Menschenrechtsanwalt Benjamin Ramos stand auf dieser Liste. Dutzende weitere MenschenrechtsaktivistInnen, unter ihnen auch UmweltschützerInnen, sind laut Berichten von Medien und Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland ebenfalls seit Juni 2016 ermordet wurden. All dies verdeutlicht, in welch grosser Lebensgefahr sich Cristina Palabay und andere AktivistInnen befinden.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Laut Angaben von Karapatan sind seit der Amtsübernahme von Präsident Rodrigo Duterte im Juli 2016 mindestens 50 LandarbeiterInnen und Menschenrechtsverteidiger in der Negros-Region getötet worden. Zu ihnen zählt auch Bernardino Patigas, der am 22. April 2019 erschossen wurde, als er eine Wahlveranstaltung in Escalante City in Negros Occidental verliess, bei der er für seine Wiederwahl als Stadtrat warb. Bernardino Patigas war der Gründer und Generalsekretär des Bündnisses der MenschenrechtsverteidigerInnen in Nord-Negros, eine Mitgliedsorganisation des Menschenrechtsbündnisses Karapatan.
Laut Unterlagen von Karapatan sind seit 2016 48 MenschenrechtsverteidigerInnen der Gruppe getötet worden. Bernandino Patigas ist bereits der zweite ermordete Menschenrechtsverteidiger auf einer 2018 von Unbekannten in Negros Occidental verbreiteten „Abschussliste“; der erste war der im November 2018 ermordete Benjamin Ramos. Die Polizei der Philippinen hat eine Untersuchung der Tötung von Benajamin Ramos angeordnet. Ergebnisse dieser Ermittlungen sind bislang nicht bekanntgegeben worden.
Menschenrechtsorganisationen auf den Philippinen, darunter auch Karapatan, sind Ziele von Verleumdungskampagnen und werden von der Regierung als Organisationen der Kommunistischen Partei der Philippinen diffamiert. Diese Darstellung und die zunehmenden Drohungen von Seiten der Regierung hat dazu geführt, dass sie von Unbekannten schikaniert, angegriffen und sogar ermordet werden.
Viele der Organisationen, denen die Regierung Verbindungen zu kommunistischen Gruppen unterstellt, kritisieren den Anti-Drogenkrieg der Duterte-Regierung. Im Zuge dieser Drogenpolitik sind bereits Tausende aussergerichtliche Hinrichtungen an Menschen verübt werden, denen der Konsum oder Verkauf von Drogen unterstellt wird. Die Getöteten stammen überwiegend aus armen Bevölkerungsschichten.

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