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Startseite Urgent Actions 2019 02 Indigenous rights defenders disappeared Indigenous human rights defenders at risk
FI 063/10-4
Mexiko
Abgeschlossen am 3. April 2019

Indigene Menschenrechtsverteidiger weiter in Gefahr

AI-Index: AMR 41/9879/2019

Nach einem nationalen und internationalen Aufschrei über ihr Verschwinden wurden die beiden MenschenrechtlerInnen Obtilia Eugenio Manuel und Hilario Cornelio Castro am 16. Februar wieder freigelassen. Sie waren am 12. Februar im mexikanischen Bundesstaat Guerrero von bewaffneten Männern entführt worden. Solange sich die Verantwortlichen für ihre Entführung auf freiem Fuss befinden, sind die MenschenrechtlerInnen weiterhin in Gefahr.

Die beiden MenschenrechtsverteidigerInnen Obtilia Eugenio Manuel und Hilario Cornelio Castro, beides Mitglieder der Organisation der indigenen Mepha‘a (Organización del Pueblo Indígena Mepha'a – OPIM) wurden vom 12. bis 16. Februar im mexikanischen Bundesstaat Guerrero von bewaffneten Männern festgehalten. Nun sind sie wieder frei. Da Obtilia Eugenio Manuel und Hilario Cornelio Castro ihrer Menschenrechtsarbeit weiter nachgehen, sind die beiden MenschenrechtlerInnen in Gefahr, solange sich die Verantwortlichen auf freiem Fuss befinden.

Obtilia Eugenio Manuel ist eine der GründerInnen und SprecherInnen von OPIM und eine bekannte Menschenrechtsverteidigerin. Kürzlich wurde sie in den Stadtrat von Ayutla de los Libres in Guerrero gewählt. Infolge der massiven Drohungen, die sie seit vielen Jahren erhält, ordnete der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte 2009 vorläufige Schutzmassnahmen für sie an, die bis heute andauern. Doch der Schutz, den sie durch die mexikanische Regierung erhielt, war bisher unzureichend.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

MenschenrechtsverteidigerInnen und AktivistInnen sind in Mexiko ständigen Drohungen, Einschüchterungen und Schikanen ausgesetzt. 2012 wurde von der mexikanischen Regierung eine Behörde zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen und JournalistInnen eingerichtet, die die Betroffenen jedoch nicht wirksam schützt.
Die Organisation OPIM setzt sich für den Schutz der Menschenrechte der indigenen Gemeinschaft der Mepha‘a im mexikanischen Bundesstaat Guerrero ein. OPIM war an Gerichtsverfahren wie dem von Inés Fernández Ortega beteiligt, die 2002 in Guerrero von Angehörigen des Militärs gefoltert wurde. 2010 verurteilte der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte den Staat Mexiko in diesem Verfahren.
Mitglieder von OPIM werden seit 2009 tätlich angegriffen und eingeschüchtert. Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte forderte den mexikanischen Staat 2009 auf, wirksame Schutzmassnahmen für Obtilia Eugenio Manuel, ihre Familienangehörigen und weitere Mitglieder von OPIM zu ergreifen und die Angriffe desselben Jahres zu untersuchen.
Ein weiterer OPIM-Aktivist, Raúl Hernández, verbrachte aufgrund haltloser Vorwürfe mehr als zwei Jahre im Gefängnis. Er wurde 2008 von Amnesty International als gewaltloser politischer Gefangener anerkannt und schliesslich am 30. August 2010 freigelassen (siehe UA-063/2010-3, online unter: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/indigene-verschwunden). Vier weitere AktivistInnen wurden mit ihm zusammen inhaftiert und kamen nach elf Monaten frei.

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