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Startseite Urgent Actions 2019 02 Danish Jehovah’s witness jailed for his faith
UA 019/19
Russland
Abgeschlossen am 18. Juni 2019
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23.05.2019 Bad news: sentence confirmed

Sharing the media quote in English and in French following the court’s decision to uphold Dennis Christensen’s sentence.

We will be in touch again once the team discusses with relevant stakeholders.

 

16.05.2019 Update

Just a quick update to share what happened today in the appeal hearing against prisoner of conscience Dennis Christensen.

During today’s hearing there was a debate between the parties but no decision was made. The hearing was attended by foreign diplomats and journalists.

Although tomorrow was originally supposed to be the last hearing date, the court announced it will not resume until Thursday 23 May (10am Oryol time).

Please continue to send appeals until 18 June 2019.

 

07.05.2019 Appeal hearing continues / UA extended

As announced, today 7 May the appeal hearing in the case against prisoner of conscience Dennis Christensen has started. The Court hasn’t reached a decision and the hearing will continue tomorrow and two additional dates have been set for 16 and 17 May.

Therefore we are now extending the deadline to send appeals on the basis of the original UA.

We have also been given permission by Jehovah’s Witnesses to share this video:
EN: https://www.jw.org/en/news/jw/region/russia/arrest-detention-dennis-christensen/
RU: https://www.facebook.com/AmnestyEECA/videos/448565645892204/

Thanks for your support!

 

18.04.2019 Hearing on 7 May

We have been informed that the Oryol Regional Court has scheduled the appeal hearing for Dennis Christensen for Tuesday 7 May at 10:00am.

Dennis Christensen is a prisoner of conscience, sentenced to 6 years in jail solely for peacefully exercising his right to freedom of religion.

Please continue sending appeals on the basis of the initial UA.

 

14.2.2019: Correction / English version

We have had to make a few amendments in this UA to reflect that since Dennis was already convicted, what we should be asking the prosecution is to ensure the conviction is quashed on appeal (as charges can no longer be dropped):

- The last sentence of the summary now reads: He must be immediately and unconditionally released, and his conviction must be quashed.

- The last sentence of the template letter now reads: I urge you to ensure he is released immediately and unconditionally and his conviction quashed.

- And the last sentence in the «additional information» part now reads: They must be immediately and unconditionally released, all convictions quashed and all pending charges against them dropped.

 

12.2.2019 News

See also press release issued on 5 February ahead of the hearing on the case of Danish national Dennis Christensen.

Dänischer Zeuge Jehovas wegen seines Glaubens in Haft

AI-Index: EUR 46/9846/2019

Der dänische Staatsangehörige und Zeuge Jehovas Dennis Christensen wurde am 6. Februar der «Organisation von Aktivitäten für eine extremistische Organisation» für schuldig befunden und von einem Gericht in Orjol im Westen Russlands zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, da er allein wegen der friedlichen Wahrnehmung seines Rechts auf Religionsfreiheit in Haft ist. Er muss umgehend und bedingungslos freigelassen und alle Anklagen gegen ihn müssen fallengelassen werden.

Am 6. Februar verurteilte das Bezirksgericht Zheleznodorznyi in Orjol Dennis Christensen wegen der «Organisation von Aktivitäten für eine extremistische Organisation» (Paragraf 282.2 (1) des russischen Strafgesetzbuchs) zu sechs Jahren Gefängnis.

Dennis Christensen wurde festgenommen und vor Gericht gestellt, weil er seine Religion als Zeuge Jehovas ausgeübt hat. Das Recht auf Religionsfreiheit ist sowohl in der russischen Verfassung als auch in internationalen Menschenrechtsverträgen verankert, deren Vertragsstaat Russland ist. Mit der Verfolgung von Dennis Christensen und anderen Angehörigen der Zeugen Jehovas verstösst Russland gegen seine menschenrechtlichen Verpflichtungen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Zeugen Jehovas sind seit 2009 in Russland mit strafrechtlicher Verfolgung und Schikanen konfrontiert. Damals verbot ein Gericht in der Region Rostow in Südrussland die örtliche Gemeinschaft von Zeugen Jehovas und erklärte 34 Veröffentlichungen der Glaubensgemeinschaft zu «extremistischen» Schriften. In den darauffolgenden Jahren wurden mehrere Gemeinschaften der Zeugen Jehovas in ganz Russland von örtlichen Gerichten als «extremistisch» eingestuft. Die jeweiligen Urteile stützten sich auf die ungenaue Definition von «Extremismus» im russischen Gesetz. Das vage Extremismusgesetz wurde zunehmend auf ebenso ungenaue Weise auf politische, aber auch religiöse und andere Formen des Dissens angewendet. Im April 2017 ordnete der Oberste Gerichtshof in Russland die Schliessung der Zentrale von Zeugen Jehovas in Russland, die Einstellung ihrer Aktivitäten und die Beschlagnahmung ihres Eigentums an. Damit waren auch alle lokalen Gemeinschaften effektiv verboten. Seither wird jegliche Aktivität im Namen lokaler Gemeinschaften der Zeugen Jehovas als kriminell betrachtet.
Dennis Christensen wurde einen Monat nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs festgenommen und ist damit der erste Zeuge Jehovas, der in Russland nach dem Verbot inhaftiert wurde. Seither wurden jedoch noch weitere Angehörige der Glaubensgemeinschaft festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war er dabei, einen lokalen Gottesdienst zu organisieren. Als Beweis für sein «Verbrechen» wurde angeführt, dass er entsprechende Ankündigungen machte, Spenden sammelte und die Reinigung des von den Gläubigen genutzten Ortes organisierte.
Amnesty International betrachtet die Entscheidung der russischen Behörden, die Lehren und Praktiken der Zeugen Jehovas zu kriminalisieren, als willkürliche und diskriminierende Massnahme und als Verletzung des Rechts auf Religionsfreiheit. Die Glaubensgemeinschaft hat an die Behörden appelliert, diese Entscheidungen aufzuheben. Sie hat auch immer wieder betont, dass die russische Gesetzgebung zur Extremismusbekämpfung oft willkürlich angewandt wird, und die Behörden aufgefordert, die einschlägigen Gesetze und Praktiken zu überprüfen und mit den internationalen Normen in Einklang zu bringen.
Amnesty International betrachtet Dennis Christensen sowie alle anderen Zeugen Jehovas, die allein wegen der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf Religionsfreiheit ihrer Freiheit beraubt wurden, als gewaltlose politische Gefangene. Sie müssen unverzüglich und bedingungslos freigelassen und alle Anklagen gegen sie müssen fallengelassen werden.

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