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Startseite Urgent Actions 2019 01 Journalist arbitrarily detained incommunicado Journalist’s request for provisional release rejected
FI 001/19-1
Mosambik
Abgeschlossen am 5. Februar 2019

Journalist weiter in Haft

AI-Index: AFR 41/9735/2019

Am 18. Januar hat das Bezirksgericht von Macomia entschieden, dass die Untersuchungshaftanordnung gegen den Journalisten Amade Abubacar rechtmässig sei. Das Gericht ordnete an, dass er bis zu seinem Verfahren weiter in Haft bleiben muss. Amade Abubacar war am 5. Januar festgenommen worden. Das Militär hielt ihn zwölf Tage lang ohne Kontakt zur Aussenwelt fest. Derzeit befindet er sich in der Polizeizentrale in Macomia in Haft.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Amade Abubacar wurde am 5. Januar 2019 von der mosambikanischen Polizei im Bezirk Macomia in der im Norden des Landes gelegenen Provinz Cabo Delgado festgenommen. Nach seiner Festnahme brachte man ihn zunächst auf die Polizeiwache von Macomia. Die Polizei nahm Amade Abubacar fest, als er gerade eine Gruppe von Binnenvertriebenen interviewte, die ihre Heimat im Norden der Provinz Cabo Delgado aufgrund der zunehmenden gewalttätigen Angriffe durch mutmassliche Angehörige einer extremistischen Gruppierung, die als Al-Shabaab bekannt ist, verlassen hatte. Noch am selben Tag übergab die Polizei ihn in Militärgewahrsam, wo er zwölf Tage lang ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten wurde. Am 17. Januar brachte man ihn dann zurück zur Polizei.

Seit Oktober 2017 kommt es in den nördlichen Bezirken von Cabo Delgado immer wieder zu bewaffneten Angriffen. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei den AngreiferInnen um Mitglieder der extremistischen Gruppe Al-Shabaab handelt. Sie fallen in Dörfer ein, stecken Häuser in Brand, töten DorfbewohnerInnen mit Macheten und plündern ihre Lebensmittelvorräte. Zahlreiche BewohnerInnen der betroffenen Dörfer sind aus Angst um ihr Leben in andere Bezirke geflohen.

Die Provinz Cabo Delgado ist für die Zentralregierung aufgrund ihres Reichtums an Bodenschätzen wie Erdgas und Rubinen von Bedeutung. Daher hat die Regierung die Militärpräsenz in der Region seit Beginn der Angriffe erhöht. Seitdem werden JournalistInnen von den Behörden eingeschüchtert, drangsaliert und daran gehindert, über die Lage in der Region zu berichten. Amade Abubacar hat von Anfang an über die Angriffe auf Zivilpersonen durch bewaffnete Gruppierungen in der Provinz Cabo Delgado berichtet. Bei dem Radiosender Nacedje, für den er bereits seit zehn Jahren arbeitet, handelt es sich um einen staatlichen Sender im Bezirk Macomia in der Provinz Cabo Delgado. Für einige Jahre war er der Geschäftsleiter des Senders. Im September 2018 verlor er diesen Posten jedoch. Grund dafür war, dass er regelmässig über die bewaffneten Angriffe in den nördlichen Bezirken von Cabo Delgado berichtet hatte. Dies zeugt von regierungsseitiger Zensur und Drangsalierung von JournalistInnen in der Region.

Weitere Informationen finden Sie in der englischsprachigen Pressemitteilung Mozambique: End Brutal Killing Spree by Armed Group (https://www.amnesty.org/en/latest/news/2018/06/mozambique-end-brutal-killing-spree-by-armed-group/).

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