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FI 110/18-1
Paraguay
Abgeschlossen am 9. Januar 2019

LGBTI-Aktivist stimmt Übereinkunft mit Behörden zu

AI-Index: AMR 45/9662/2019

Dem jungen queeren Künstler Bruno Almada Comas drohte ein Jahr Haft, weil er «exhibitionistischer Handlungen» beschuldigt wurde. Der Vorwurf stand im Zusammenhang mit einer Performance, mit der er Gewalt und Diskriminierung, denen sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche (LGBTI) in Paraguay ausgesetzt sehen, kritisierte. Inzwischen hat er eine Übereinkunft zur bedingten Aussetzung des Strafverfahrens akzeptiert. Wenn er sich an deren Auflagen hält, wird das Strafverfahren eingestellt.

Am 19. Dezember akzeptierte Bruno Almada Comas bei einer Vorabanhörung in seinem Verfahren einen Vorschlag der Staatsanwaltschaft, der darauf abzielt, das Strafverfahren wegen «exhibitionistischer Handlungen» einzustellen. Darin wird Bruno Almada Comas für ein Jahr auferlegt, einem Kinderheim monatlich Milch zu spenden, sich alle zwei Monate persönlich bei den Behörden zu melden und sie darüber in Kenntnis zu setzen, wenn er ins Ausland reisen möchte.

Wenn er diesen Vorgaben ein Jahr lang nachkommt, wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt. Bruno Almada Comas betrachtet seine Performance zwar nicht als Verbrechen, stimmte diesen Bedingungen jedoch zu, um nicht Gefahr zu laufen, für ein Jahr ins Gefängnis zu müssen.

Amnesty International wird seine Situation weiterhin genau beobachten.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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