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Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2018 08 Indigenous activist slandered and stigmatised
UA 144/18
Venezuela
Aktiv seit 3. August 2018 | Noch 5 Tage Laufzeit
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12.9.2018 Deadline extended

We are extending the deadline of this UA till the 26th October because Amnesty has received reports that Lisa Henrieto's safety is at a heightened risk.

Indigenous Pemón people saw military officials show up in Pemón territory looking for Lisa Henrieto and claiming to have an arrest warrant in her name. Such warrant was not presented at the time nor have we found records of it being issued. So far, thanks to the special Indigenous jurisdiction and the strength of the Pemón traditional authorities, police officers have not been allowed to search their traditional territory.

We fear for the safety of Lisa Henrieto and therefore we must continue taking action.


Umweltschützerin verleumdet und stigmatisiert

AI-Index: AMR 53/8851/2018

Ein Militärangehöriger hat die venezolanische Umweltschützerin Lisa Henrito wegen ihres Einsatzes für den Schutz des angestammten Territoriums der indigenen Gemeinschaft der Pemón im landesweiten Fernsehen des «Hochverrats» beschuldigt.

Am 23. Juli wurde Lisa Henrito, eine Umweltschützerin, die sich für die Rechte der indigenen Gemeinschaft der Pemón einsetzt, von einem Angehörigen des Militärs im venezolanischen Fernsehen des «Hochverrats» und der «Sezession» beschuldigt. Die Anschuldigungen erfolgten im Rahmen eines Interviews, in dem der Militärangehörige ausserdem die venezolanischen Streitkräfte aufforderte, sich vor dem Aktivismus der Pemón-Gemeinschaft bei der Verteidigung ihrer Rechte zu hüten. Amnesty International hat weitere Fälle dokumentiert, in denen Personen nach ihrer Erwähnung durch hochrangige BeamtInnen von den Behörden verfolgt wurden. Dies war u. a. bei Villca Fernández, Geraldine Chacón und Gregory Hinds der Fall. Alle drei werden von Amnesty International als gewaltlose politische Gefangene betrachtet.

Lisa Henrito wird wegen ihrer Arbeit als Frauenrechtsaktivistin der Pemón stigmatisiert. Die Organisationen, bei denen sie sich engagiert, fordern ein Ende der Militarisierung und der Bergbauaktivitäten auf ihrem angestammten Land, die ohne vorherige informierte Zustimmung und ohne Studien über die sozialen Auswirkungen erfolgen.

Die Regierung Venezuelas muss den Schutz der körperlichen Unversehrtheit von Lisa Henrito und anderer Umwelt- und IndigenenaktivistInnen gewährleisten und der Verleumdung und Stigmatisierung ihrer Aktionen zum Schutz der Rechte ihrer Gemeinschaften ein Ende setzen, wie es die venezolanische Verfassung und internationale Menschenrechtsmechanismen zum Schutz indigener Gemeinschaften, ihres angestammten Landes und der Umwelt vorsehen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Auf dem angestammten Territorium der indigenen Pemón-Gemeinschaft im venezolanischen Amazonasgebiet an der Grenze zu Guyana und Brasilien findet im Rahmen des Grossprojekts für den «Minen-Bogen» am Orinoco (Arco Minero del Orinoco – AMO) eine zunehmende Militarisierung statt. Dieses Projekt umfasst 12 % des Staatsgebietes sowie den Guyana-Schild, eine der ältesten geologischen Formationen der Welt. Am AMO sind 15 transnationale Bergbauunternehmen beteiligt, obwohl der ursprüngliche Entwicklungsplan für das Gebiet den Einsatz von 150 venezolanischen Bergbauunternehmen vorsieht.

 

Empfohlene Aktionen

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, LUFTPOSTBRIEFE ODER TWITTERNACHRICHTEN MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte gewährleisten Sie die Sicherheit von Lisa Henrito.
  • Sorgen Sie bitte dafür, dass alle MenschenrechtsverteidigerInnen in Venezuela ihrer Tätigkeit frei und ohne Angst vor Einschränkungen oder Repressalien nachgehen können.
  • Erkennen Sie die Bedeutung und Legitimität der Arbeit aller Menschen, die sich für die Menschenrechte in Venezuela einsetzen, öffentlich an, und sehen Sie von einem Sprachgebrauch ab, in dem diese diskreditiert, stigmatisiert, beleidigt, verachtet oder diskriminiert werden.

 

 

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Englisch, Spanisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 26. Oktober 2018 (= Frist wurde verlängert) keine Appelle mehr zu verschicken.

 

Appelle an


INNEN- UND JUSTIZMINISTER
Néstor Reverol (Major General)
Ministerio del Poder Popular para Relaciones Interiores y Justicia
Esquina Platanal, Este 1, Av. Urdaneta
Caracas
VENEZUELA
Fax: (00 58) 212 506 1111
Twitter: @MIJPVenezuela
(Anrede: Dear Minister / Estimado Señor Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)

MINISTERIN FÜR INDIGENE GEMEINSCHAFTEN
Aloha Núñez
Ministerio del Poder Popular para los Pueblos Indígenas
Av. Universidad Antiguo Edificio Sudeban, Piso 8
Caracas
VENEZUELA
E-Mail: minpidespacho@gmail.com // minpi.atencionindigena@gmail.com
Fax: (00 58) 212 541 6355
Twitter: @MINPIOFICIAL
(Anrede: Dear Minister / Estimada Señora Ministra / Sehr geehrte Frau Ministerin)









Kopien an


OMBUDSPERSON
Alfredo Ruiz
Defensoría del Pueblo
Av. Urdaneta, Centro Financiero Latino
Piso 26, Los Anaucos
Caracas
Venezuela
E-Mail: contacto@defensoria.gob.ve // dinternacionales@defensoria.gob.ve
Fax: (0058) 212 507 7025
Twitter: @Defensoria_Vzla

Ambassade de la République Bolivarienne du Venezuela
Case Postale 237
3097 Liebefeld
Fax: 031 371 64 69
E-mail: embajada.suiza@mppre.gob.ve



7 Briefe verschickt  
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