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Startseite Urgent Actions 2014 05 Fears for two men tortured by police
UA 110/14
Nepal
Abgeschlossen am 17. Juni 2014

Sorge um zwei Folteropfer der Polzei

AI-Index: ASA 31/004/2014

Es besteht Sorge um die Sicherheit von Kalu Chaudhari und Hikmat Chaudhary, nachdem sie gegen Angehörige der Polizei im Distrikt Kanchanpur, von denen sie Ende April gefoltert worden waren, Anzeige erstattet haben. Die Rechtsbeistände der beiden Männer drückten ihre Sorge darüber aus, dass die Polizei wegen der Einleitung rechtlicher Schritte durch die beiden Männer Vergeltungsmassnahmen gegen sie ergreifen und sogar eine Gefahr für ihr Leben darstellen könnte.

Laut AnwältInnen des Zusammenschlusses von MenschenrechtsverteidigerInnen aus dem Terai (THRD) wurde Kalu Chaudhari aus der Gemeinde Bhimdutta im Distrikt Kanchanpur in Nepal von drei PolizeibeamtInnen des Kanchanpur-Distrikts festgenommen und gefoltert, sodass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ein weiterer Mann, Hikmat Chaudhary, der gemeinsam mit Kalu Chaudhari verhaftet worden war, wurde ebenfalls geschlagen. Er wurde dabei jedoch weniger stark verletzt und kann zu Hause genesen. Am 4. Mai brachten die Männer den Fall gegen die PolizeibeamtInnen, die sie misshandelt hatten, vor das Bezirksgericht und forderten Schadenersatz unter dem Folterentschädigungsgesetz von 1996.

In ihrer Anzeige heisst es, dass ihre Festnahme auf eine heftige Auseinandersetzung folgte, die am Abend des 29. April von einem Nachbarn begonnen worden war. Der Nachbar sagte anschliessend vor der Polizei aus, die Männer hätten ihn geschlagen, und am nächsten Morgen wurden sie verhaftet. Die PolizeibeamtInnen befahlen den Männern, ein Dokument zu unterzeichnen, in dem sie zusicherten, die Behandlungskosten des Nachbarn zu bezahlen, doch sie weigerten sich, dem ohne eine gerichtliche Anordnung nachzukommen. Laut der Anzeige schlugen die PolizeibeamtInnen Kalu Chaudhari in der Anwesenheit von ZeugInnen mit einem Stock, bis er sich bereiterklärte, das Schriftstück zu unterzeichnen. Er wurde dann gezwungen, sich auf den Boden zu legen, während ein Polizist ihn mit den Fäusten auf den Kopf und mit einem Plastikrohr auf die Füsse schlug. Berichten zufolge musste er auch Hunderte Bauchaufzüge machen, während die PolizeibeamtInnen ihn schlugen. Kalu Chaudhari wurde schliesslich bewusstlos und in das Krankenhaus der Mahakali-Zone eingeliefert, wo er behandelt wurde. Als die beiden Männer später zur Polizeistation zurückkehrten und die ihnen im Gewahrsam zugefügten Verletzungen in ein Anzeigenformular eintragen wollten, weigerten die BeamtInnen sich, ihnen das Formular auszuhändigen, und drohten, ihnen eine schwere Straftat zur Last zu legen und ihnen eine lebenslange Haftstrafe aufzuerlegen, wenn sie jemandem von ihrer Misshandlung berichteten.

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