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Amnesty Urgent Actions
Startseite Urgent Actions 2013 01 Chinese woman faces imminent execution Chinese woman’s death sentence overturned
FI 013/13-1
China
Abgeschlossen am 24. Juni 2014
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24 April 2015: Good News

On 24 April 2015, Li Yan has been given a reprieve by a Chinese court. The decision comes after the Supreme People's Court ordered a rare retrial in June 2014.
Li Yan has now been given a «death sentence with a two year reprieve».  In practice, such a sentence is almost always commuted to a prison term after two years of good behaviour.
Please find here a press release issued on 24 April.

Our analysis is that with the Urgent Actions and other actions from AI made a significant contribution to the pressure that was generated around her case.

Li Dehuai, the brother of Li Yan who closely working with us in the past two years, sent us this thank you message:
«I believe my sister would not be alive today if it were not for all the people in China and across the world that spoke up for her. I want to give a heartfelt thank you to all the Amnesty International supporters everywhere who expressed concern and offered help to my sister, her life has been saved as a result.»

我相信我的姐姐今天能活着,全赖所有中国人和世界各地的支持。我想衷心感谢国际特赦组织世界各地的支持者,一直以来对我姐姐的关心与帮助,帮助拯救我姐姐的生命。(李德淮-李彦弟弟)

Todesurteil aufgehoben

AI-Index: ASA 17/037/2014

Der chinesische Oberste Volksgerichtshof hat ein Wiederaufnahmeverfahren im Fall von Li Yan angeordnet. Sie war zum Tode verurteilt worden, weil sie ihren Ehemann nach monatelanger häuslicher Gewalt getötet hatte. Seit einiger Zeit wird aus dem In- und Ausland Druck auf die chinesischen Behörden ausgeübt, ihre Strafe umzuwandeln.

Am 23. Juni erfuhr der Bruder von Li Yan, dass der Oberste Volksgerichtshof im Mai das Todesurteil gegen seine Schwester aufgehoben und den Fall für eine Neuverhandlung wieder an das höhere Volksgericht der Provinz Sichuan übergeben hat. 2013 hatte der Oberste Volksgerichtshof das Todesurteil noch bestätigt; daher kommt die Aufhebung des Urteils sehr überraschend. Der Fall von Li Yan hatte zuvor starke nationale und internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. FrauenrechtlerInnen und AnwältInnen in China sowie internationale NGOs hatten eine Umwandlung des Todesurteils gefordert.

Li Yan hatte ihren Ehemann Tan Yong Ende 2010 mit einer Schusswaffe erschlagen. Er hatte sie seit ihrer Hochzeit Anfang 2009 körperlich und seelisch misshandelt. Er schlug sie regelmässig, drückte Zigaretten auf ihrem Gesicht aus und sperrte sie stundenlang bei eisiger Kälte leichtbekleidet auf dem Balkon der gemeinsamen Wohnung aus. In einem Fall schnitt er ihr einen Finger ab. Nach einem der Übergriffe benötigte Li Yan stationäre Behandlung. Sie wandte sich mehrere Male an die Behörden, unter anderem an die Polizei. Dennoch ging man ihren Beschwerden nicht nach. Es wurden keine Ermittlungen eingeleitet und sie erhielt keinen polizeilichen Schutz.

Das mittlere Volksgericht der Stadt Ziyang verurteilte Li Yan am 24. August 2011 wegen Mordes nach Paragraf 232 des chinesischen Strafgesetzbuches zum Tode. Sie legte Rechtsmittel gegen die Todesstrafe ein, doch das höhere Volksgericht der Provinz Sichuan bestätigte das Urteil am 20. August 2012. Trotz der Aussagen Li Yans über den Missbrauch, den sie erlitten hatte, und bestätigender Zeugenaussagen erhielt das Gericht die Todesstrafe aufrecht. Ihr letztes Rechtsmittel vor dem Obersten Volksgerichtshof in Peking wurde 2013 abgewiesen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzwerks sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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