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FI 319/11-1
Myanmar
Abgeschlossen am 5. Januar 2012

Dringend benötigte medizinische Behandlung weiterhin verweigert

AI-Index: ASA 16/009/2011

Der buddhistische Mönch U Gambira ist aus dem Kale-Gefängnis in der Division Sagaing in das Gefängnis von Myaungmya in der Division Ayeryawady verlegt worden. Das Gefängnis Myaungmya liegt über 600 km von Meiktila entfernt, wo die Familie von U Gambira lebt und ist damit etwas weiter von seinem Heimatort entfernt als das Kale-Gefängnis.

U Gambira benötigt nach wie vor dringend ärztliche Behandlung für Verletzungen, die ihm 2009 im Hkamti Gefängnis durch Folter zugefügt worden sein sollen. Berichten zufolge wurde er damals in dem nördlich von Kale gelegenen Gefängnis gefoltert, nachdem er darum gebeten hatte, sich körperlich betätigen zu dürfen. Gefängniswärter legten ihn dem Vernehmen nach in Ketten und fesselten ihn mit Handschellen an einen Stuhl. Sie stopften ihm Stoff in den Mund und zogen ihm eine schwarze Kapuze über den Kopf. Dann schlugen sie ihn mit einem Stock auf den Kopf. U Gambira soll über längere Zeiträume an den Stuhl gekettet gewesen und in diesen Phasen von Wärtern gefüttert worden sein. Am 12. Mai 2009 wurde U Gambira in das Kale-Gefängnis verlegt, und um den 16. November 2011 herum ist er in das Gefängnis Myaungmya überstellt worden.

U Gambira wurde im Kale-Gefängnis im Norden Myanmars in Einzelhaft gehalten. Einige ehemalige Gefangene, die ihn besuchen konnten, berichteten, dass es ihm schwer fällt zu sprechen und dass er Narben und Male an den Händen, Armen und anderen Körperteilen hat. Darüber hinaus berichtete U Gambira ihnen, dass er mehrmals die Woche heftige Kopfschmerzen bekommt, die ihn vor Schmerzen schreien lassen. Wenn dies geschieht, verabreichen ihm die Gefängniswärter eine Spritze, die ihn etwa fünf Stunden lang schlafen lässt. Beim Aufwachen fühlt er sich benommen und das Sprechen fällt ihm schwer. Es steht zu befürchten, dass ihm Drogen statt Medikamente verabreicht werden. U Gambira soll seit der Folter noch keine angemessene medizinische Behandlung erhalten haben.

 

U Gambira verbüsst eine 63-jährige Gefängnisstrafe wegen seiner friedlichen Beteiligung an den grossen Protesten gegen die Regierung, die im August 2007 in Myanmar ausbrachen. Er ist Mitbegründer der landesweiten Mönchsvereinigung "All-Burma Monks’ Alliance" (ABMA), die im September 2007 ins Leben gerufen wurde und tausende Mönche mobilisierte, an den Demonstrationen teilzunehmen. Der Mönch wurde nach einem unfairen Verfahren im November 2008 verurteilt.

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