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Startseite Urgent Actions 2011 08 Belgrade pride must go ahead Serbian authorities ban Belgrade pride
FI 253/11-3
Serbien
Abgeschlossen am 10. Oktober 2011

Gay Pride wurde verboten

AI-Index: EUR 70/022/2011

Am 30. September verbot der serbische nationale Sicherheitsrat die Belgrader Gay Pride-Parade. Rechtsgerichtete Gruppen drohten mit Gewalt und Brandstiftung in Belgrad, wenn die Gay Pride-Parade dort abgehalten würde. Die Veranstaltung sollte ursprünglich am 2. Oktober stattfinden.

Für Amnesty International stellt das Verbot der Gay Pride-Parade einen Rückschritt im Bezug auf die Menschenrechte in Serbien dar und spiegelt den massiven Einfluss rechtsorientierter Gruppen auf die Regierung wider. Insbesondere zu erwähnen sind die Gruppen Dveri und Obraz, die sich gegen die Parade von AktivistInnen für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt hatten. Noch zuvor hatte der Innenminister öffentlich versichert, dass die Veranstaltung trotz der damit verbundenen Sicherheitsrisiken stattfinden würde.

Die Gay Pride wurde bereits zum vierten Mal in Belgrad vorbereitet. 2010 schützte die Polizei die Teilnehmenden vor gewalttätigen Gegendemonstrierenden, dabei wurden über 100 Menschen, überwiegend PolizeibeamtInnen, verletzt. Der Schaden an städtischem Eigentum wurde auf mehr als eine Million Euro geschätzt. 2009 war die Gay Pride Parade ebenfalls für September geplant, konnte jedoch nicht stattfinden, da die Behörden sich im letzten Moment weigerten, die Sicherheit zu gewährleisten, nachdem rechtsextreme Gruppen den VeranstalterInnen gedroht hatten.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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