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Startseite Urgent Actions 2011 03 Eight activists detained Bahraini opposition leader feared tortured
FI 079/11-3
Bahrain
Abgeschlossen am 6. Mai 2011

Drohende Folter

AI-Index: MDE 11/202/2011

Ebrahim Sharif, einer von mehreren führenden Oppositionellen, die im März in Bahrain festgenommen wurden, ist um den 10. April in ein Militärkrankenhaus in al-Riffa’ im Zentrum des Landes verlegt worden. Seine Familie hat seit seiner Inhaftierung keinen Kontakt zu ihm gehabt. Amnesty International fürchtet, dass er gefoltert oder misshandelt wurde und ihm weitere Folterungen drohen.

Ebrahim Sharif, Generalsekretär der National Democratic Action Society (Waad), einer nicht-religiösen Oppositionsvereinigung, war am 17. März in seinem Haus in Manama festgenommen worden. Seine Familie hat ihn seitdem nicht besuchen dürfen. Er soll sich in Militärgewahrsam befinden. Amnesty International vorliegenden Berichten zufolge ist er nach seiner Festnahme gefoltert oder anderweitig misshandelt worden.

Ebrahim Sharif soll um den 10. April – bereits zum zweiten Mal – in das Militärkrankenhaus von al-Riffa’ eingeliefert worden sein. Seine Familie weiss allerdings nicht, ob er sich noch dort befindet. Amnesty International liegt die Aussage eines Patienten des Krankenhauses vor, der Ebrahim Sharif dort am 10. April erkannte, obwohl dessen Gesicht geschwollen war. Dies gibt Anlass zu Befürchtungen, dass Ebrahim Sharif misshandelt oder gefoltert worden ist. Seine Angehörigen haben zweimal eine Besuchserlaubnis beantragt, das erste Mal wenige Tage nach seiner Festnahme und dann erneut in der Woche vom 18. April. Bislang haben die Behörden auf die Anträge jedoch nicht geantwortet. Amnesty International befürchtet deshalb, dass Ebrahim Sharif weiterhin in Gefahr ist, gefoltert oder in anderer Weise misshandelt zu werden.

Ebrahim Sharif und fünf andere prominente Oppositionsführer waren im Februar im Zusammenhang mit den Protesten in Haft genommen worden. Wie es heisst, werden sie von der Militärstaatsanwaltschaft verhört und könnten auf der Grundlage des am 15. März verhängten Ausnahmezustands vor ein Militärgericht gestellt werden.

 



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