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FI 218/10-1
Tschad
Abgeschlossen am 29. Juni 2011

Zwangsräumungen gestoppt

AI-Index: AFR 20/008/2011

Mehr als 10.000 Personen sind in Ambatta, einem Stadtteil der Hauptstadt N’Djamena, nicht länger von rechtswidriger Zwangs¬räumung bedroht. Die BewohnerInnen von Ambatta haben sich bei Amnesty International für den Einsatz der Organisation bedankt. Er hat massgeblich zur Verhütung der Zwangsräumungen beigetragen.

Das Ambatta-Komitee hat Amnesty International mitgeteilt, dass die tschadischen Behörden ihre Bitte akzeptiert haben, die Wohngegend Ambatta umzustrukturieren und dass ein Ausschuss einberufen worden ist, um den Ablauf dieses Prozesses zu beobachten. Das Ambatta-Komitee war ins Leben gerufen worden, um mit den Behörden zu verhandeln und die Rechte der BewohnerInnen von Ambatta zu vertreten. Das Komitee hat Amnesty International im Namen aller BewohnerInnen von Ambatta gebeten, den Mitgliedern und UnterstützerInnen der Organisation zu danken. Die BewohnerInnen von Ambatta erklärten, dass im Falle einer Räumung ihr Leben zerstört worden wäre.

Das Ambatta-Komitee äusserte sich dazu am 24. Juni 2011 gegenüber Amnesty International mit folgenden Worten: „Die Unterstützung unseres Kampfes war massgebend, hat den Konflikt zu einem guten Ende gebracht und die Zwangsräumungen gestoppt. Sie haben den Menschen in Ambatta, eine Tausende BewohnerInnen umfassende Gemeinde, die Hoffnung zurückgegeben.“

Im Mai 2010 war den BewohnerInnen von Ambatta mitgeteilt worden, dass sie ihre Häuser bis Oktober verlassen müssten, um Platz für den Bau staatlicher Sozialwohnungen zu schaffen. Die Menschen in Ambatta waren jedoch weder im Vorhinein zu dieser Entscheidung konsultiert worden, noch hatte man ihnen eine Entschädigung oder alternativen Wohnraum angeboten.

Rechtswidrige Zwangsräumungen sind aber nach wie vor ein wichtiges und bislang ungelöstes menschenrechtliches Problem im Tschad. Denn Tausende Betroffene der seit Februar 2008 in N’Djamena durchgeführten Zwangsräumungen warten immer noch auf eine Lösung ihrer Notlage. Amnesty International wird sich daher weiterhin für sie einsetzen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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