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Syrien

Ein Aktivist und sein Sohn sind ausser Gefahr

Syrien

Dem bekannten syrischen Aktivisten Walid al-Bunni und seinem 18-jährigen Sohn Mu’ayad al-Bunni droht laut Berichten keine Folter mehr. Beide waren nach ihrer Festnahme am 6. August ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten worden. Walid al-Bunni steht unter Anklage und wartet auf seine Gerichtsverhandlung. Ihm wird nun der regelmässige Kontakt zu seiner Familie sowie Rechtsbeiständen gestattet. Mu’ayad al-Bunni wurde auf Kaution freigelassen.

Walid al-Bunni ist ein bekannter syrischer Aktivist. Er und seine beiden 18- bzw. 19-jährigen Söhne Mu’ayad al-Bunni und Iyad al-Bunni wurden am 6. August von bewaffneten Männern festgenommen, die dem Vernehmen nach den syrischen Politischen Sicherheitskräften angehörten. Iyad al-Bunni wurde später freigelassen, aber über den Verbleib seines Vaters und seines Bruders lagen keine Informationen vor. Dies bekräftigte Befürchtungen bezüglich Folter und anderen Misshandlungen der beiden Gefangenen.

Amnesty International liegen Informationen vor, denen zufolge Walid al-Bunni und sein Sohn in einem Gebäude des Politischen Sicherheitsdienstes in Damaskus festgehalten wurden.

Mu’ayad al-Bunni kam Mitte September gegen Kaution aus der Haft frei. Ihm wird zur Last gelegt, sich an Demonstrationen und anderen Protestaktionen beteiligt zu haben. Für den 28. Oktober ist ein Termin vor einem Strafgericht anberaumt.

Am 27. September wurde der Fall von Walid al-Bunni einem Ermittlungsrichter zugewiesen. Dieser veranlasste die Verlegung des Gefangenen in das 'Adra-Gefängnis, wo er derzeit seinen Prozess erwartet. Am 27. November findet der nächste Gerichtstermin statt. Nach Amnesty International vorliegenden Informationen wollen seine Rechtsbeistände für den 9. Oktober seine Freilassung beantragen. Die Anklagepunkte gegen Walid al-Bunni beinhalten Aufhetzung, finanzielle Unterstützung der reformbefürwortenden Demonstrationen sowie das Schüren religiöser Konflikte.

Laut Kontaktpersonen von Amnesty International wurden Walid al-Bunni und sein Sohn während der ersten zwei Tage ihrer Haft geschlagen. Während der restlichen Haftzeit wurden sie weder gefoltert noch misshandelt.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben und sich für Walid al-Bunni und Mu’yad al-Bunni eingesetzt haben.

Urgent Action 255/11 (MDE 24/065/2011)