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Startseite Über Urgent Actions UA Good News 2010 Simbabwe: Zwangsräumung abgewendet
Simbabwe

Zwangsräumung abgewendet

Simbabwe

Die simbabwische Regierung sicherte Tausenden von Vertreibung bedrohten Menschen in der Hauptstadt Harare zu, dass keine Zwangsräumungen stattfinden werden.

Im Juni hängte das Ministerium für Kommunalverwaltung, Stadt- und Landentwicklung schriftliche Bekanntmachungen in Hatcliffe Extension in Harare auf, in der die MieterInnen aufgefordert wurden, bis zum 30. September die Gebühren für eine Verlängerung der Mietverträge zu bezahlen. Bei Nichtzahlung würden die BewohnerInnen ihr Land verlieren. Diese Gebühren waren zwar je nach Grundstücksgrösse unterschiedlich, in einigen Fällen betrugen sie aber umgerechnet etwa 100 €. Dieser Betrag ist für viele BewohnerInnen von Hatcliffe Extension, die zu den ärmsten Menschen von Simbabwe zählen, nicht bezahlbar. Die Mehrheit von ihnen sind Betroffene der Operation «Murambatsvina», einer Massenzwangsräumung von 2005, bei der 700 000 Menschen ihr Zuhause, ihr Auskommen oder beides verloren.

In einem Brief an den simbabwischen Botschafter in Deutschland erklärte der Minister für staatliche Wohnungspolitik und Sozialeinrichtungen Giles Mutsekwa: «Niemand wird aus seinem rechtmässigen Siedlungsgebiet vertrieben, ausser wenn alternative Verinbarungen/Unterkünfte gefunden wurden... Es gibt und gab nie Pläne einer Zwangsräumung von Hatcliffe Extension.»

Amnesty International steht jetzt zu diesem Thema in direktem Kontakt zur Regierung. In Simbabwe arbeiten AnwältInnen, die BewohnerInnen von Hatcliffe Extension vertreten, nun auch mit dem Ministerium für Kommunalverwaltung, Stadt- und Landentwicklung zusammen.